Fakt ist: Nur die Hälfte der in der Sozialen Arbeit tätigen

Personen hat heute einen fachspezifischen Abschluss.

 

Aktuell

20. 03. 2018
92 Organisationen und mehr als 2000 Personen fordern eine Verbesserung der Ausbildungssituation in der Sozialen Arbeit 

 

Am heutigen 20. März 2018, dem internationalen Tag der Sozialen Arbeit, hat AvenirSocial einen Appell an den Bundesrat sowie an kantonale und kommunale Behörden gerichtet, in welchem gefordert wird, dass alle in einer Funktion der Sozialen Arbeit tätigen Personen über ein Diplom in Sozialer Arbeit verfügen sollen. Die Forderungen von AvenirSocial stossen auf ein grosses Echo, wie die 92 Organisationen des Sozialwesens und die mehr als 2000 Personen zeigen, welche den Appell von AvenirSocial zur Ausbildungskampagne unterzeichnet haben. Die unterzeichnenden Organisationen und Personen verlangen von der Politik, dass sie das Thema aufgreift und wirkungsvolle Massnahmen für eine Verbesserung der Situation findet.

 

AvenirSocial wird am 28. September 2018 in Fribourg eine nationale Tagung zur Ausbildungskampagne durchführen, um mit Referaten und Workshops auf die unbefriedigende Ausbildungssituation aufmerksam zu machen und um mögliche Lösungswege aufzuzeigen: www.avenirsocial.ch/de/tagung

 
 

Kampagne

Zugunsten einer besseren Qualität
in der Sozialen Arbeit.

 

 

Im Gegensatz zu vielen andern Bereichen sind die Berufe der Sozialen Arbeit in der Schweiz nicht geschützt. Die Berufsbezeichnungen sind nicht an eine bestimmte Ausbildung gebunden.


Die heutige Situation ist problematisch und muss dringend korrigiert werden. Sie wirkt sich auf Tausende von Menschen und Familien aus, die sich aufgrund von schwierigen Lebenslagen wie Krankheit, Behinderung oder Armut an die Soziale Arbeit wenden. Fehlende Ausbildung beeinträchtigt die Qualität, Verlässlichkeit und Wirksamkeit der Sozialen Arbeit. Dieser Umstand führt letztendlich auch zu einer Vergeudung öffentlicher Gelder. Die Unklarheit hinsichtlich der Kompetenzen der Professionellen der Sozialen Arbeit erschwert die Zusammenarbeit in den Teams sowie zwischen den Einrichtungen. Personen ohne spezifische Ausbildung können überfordert sein, da ihnen die grundlegenden Fachkenntnisse und professionellen Haltungen nicht vermittelt wurden.


Mit einer nationalen Kampagne sozial-ausgebildet.ch startet AvenirSocial eine Offensive, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Politik und Einrichtungen des Sozialwesens sollen sensibilisiert werden, ein erster Schritt, um einen Prozess in Gang zu setzen, dass sich endlich etwas ändert zugunsten einer besseren Qualität in der Sozialen Arbeit. Damit bald für jede und jeden in unserem Berufsfeld gilt: Ausgebildet für alle Fälle! 

 

Erfahren Sie mehr zu unserer Kampagne.

Downloads

Vertiefte Informationen zur Kampagne und weitere Hintergründe finden sich 
in unserem Grundlagendokument.

Unsere Flyer-Serie schildert die Problematik und Forderungen auf einen Blick.

Unsere Plakate rufen zur Mobilisierung auf.

Mediendossier zur Lancierung der Kampagne

Material bestellen: info@avenirsocial.ch oder Tel. 031 380 83 00

Auch in der Sozialen Arbeit soll gelten, was anderswo längst normal ist.

Wir fordern deshalb:

 

 

Anstellung von ausgebildeten Fachpersonen der Sozialen Arbeit!

Der hohe Anteil von in der Sozialen Arbeit tätigen Personen ohne entsprechenden Abschluss ist ein Skandal, der niemandem nützt und allen schadet. AvenirSocial verlangt in einem ersten Schritt, dass alle in der Sozialen Arbeit angestellten Personen über eine entsprechende Ausbildung (und nicht eine «gleichwertige») verfügen, unabhängig auf welcher Stufe. In einem zweiten Schritt ist die höchste Bildungsstufe für möglichst viele Fachpersonen der Sozialen Arbeit anzustreben. Kein Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit (z. B. Kinderbetreuung oder Arbeit mit älteren Personen oder Schwerbe­hinderten) darf als Bereich gelten, in dem weniger anspruchsvolle Qualifikationen ausreichen.

 

 

Berufsbegleitende Ausbildungen und Ergänzungsprüfungen 
für Quereinsteigende!

Die zahlreichen Personen, die heute ohne Ausbildung in Sozialer Arbeit tätig sind, sollen zu korrekten Bedingungen eine entsprechende Ausbildung nachholen können. Sie sind motiviert und ihre Erfahrung ist wertvoll. Eine Ausbildung in Sozialer Arbeit ermöglicht ihnen mehr berufliche Mobilität. Den Einrichtungen kommt ihre höhere Qualifikation in Form von grösserer Glaubwürdigkeit und besserer Wirkung zugute. Vorgängige Ausbildungsleistungen und Erfahrungen dieser Personen müssen systematisch angerechnet werden im Sinne des heutigen Bildungssystems, welches die Ausbildung während des ganzen Lebens erleichtert und fördert.

 

 

Genügend Fachpersonen der Sozialen Arbeit ausbilden!

Der Ausbildungsrückstand ist beträchtlich, dazu kommen neue Bedürfnisse, die im Bereich der Sozialen Arbeit zu einem starken Fachkräftemangel führen. Es braucht mehr Ausbildungs- bzw. Studienplätze auf allen Ausbildungsstufen. Dies bedingt allenfalls eine teilsweise Reorganisation der Ausbildungsgänge inklusive der Praktika.

 

 

Ausbildungsanforderungen reglementieren!

Die bestehenden Reglemente schreiben nur in Ausnahmefällen 100 % ausgebildete Fachpersonen der Sozialen Arbeit vor. Sie erlauben «gleichwertige» Ausbildungen und zahlreiche Ausnahmen. Dazu betreffen sie nur einzelne Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit. AvenirSocial verlangt in allen Feldern Ausbildungsanforderungen, die vorsehen, dass sämtliche Fachpersonen der Sozialen Arbeit über eine entsprechende Ausbildung verfügen. Längerfristig ist ein Bundesgesetz zur Ausbildung und Berufsausübung notwendig, welches auch die Fragen der Weiterbildung und der Berufsbezeichnungen regelt.

 

Unterstützende

 

 

Die Unterschriftensammlung endete am 20. März 2018, dem internationalen Tag der Sozialen Arbeit. Hier erscheinen nur diejenigen Personen oder Organisationen, die akzeptiert haben, dass ihre Angaben veröffentlicht werden. Insgesamt haben 94 Organisationen und 1952 Personen den Appell unterzeichnet.

Spenden

 

 

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Aktiv werden

 

 

Sie möchten aktiv an der Kampagne mitarbeiten? Sie möchten Flyer auflegen,Plakate aufhängen usw.? Sie haben Ideen oder Feedback! Nehmen Sie mit uns Kontakt auf unter:

info@avenirsocial.ch oder Tel. 031 380 83 00

Über uns

AvenirSocial

 

 

AvenirSocial – Soziale Arbeit Schweiz – vertritt die Interessen der Professionellen mit einer Ausbildung in Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Soziokulturelle Animation, Kindererziehung und Sozialpädagogische Werkstattleitung auf Ebene Fachhochschule, Höhere Fachschule oder Universität in der Schweiz.

Ziel ist die Vernetzung der Professionellen der Sozialen Arbeit sowie die Vertretung und Wahrung ihrer beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen. Aktuell haben wir 3500 Mitglieder.

Die Schwerpunkte von AvenirSocial liegen in der Berufs-, Bildungs- und Sozialpolitik auf nationaler und internationaler Ebene. Bei der Bearbeitung dieser Themen wird der Vorstand Schweiz von Fachkommissionen und Fachgruppen unterstützt.

Machen Sie sich mit uns stark für die Soziale Arbeit – erfahren Sie mehr über unsere Organisation oder werden Sie Mitglied.

Links

 

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Kontakt

AvenirSocial
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Fax +41 (0) 31 380 83 01

 

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